DIE MODERNE SUCHE NACH SADISTISCHER FREIHEIT
Übersetzung eines Artikels von Gaius Baltar auf SubStack.
Gaius Baltar
05. Juli 2025
Sadismus ist ein immer relevanteres Thema in der modernen Gesellschaft. In den letzten Jahrzehnten haben wir Entwicklungen erlebt, die, gelinde gesagt, nicht das sind, was man in einer ‚aufgeklärten‘ Zivilisation erwarten würde. Eine davon ist das unglaubliche Ausmaß des modernen Menschenhandels, der sich auf Kinder konzentriert, mit dem Ziel von Missbrauch und Mord. Jährlich verschwinden Zehntausende oder Hunderttausende von Kindern und werden zu einer Ware für Menschen, die sie sexuell oder anderweitig missbrauchen – und töten. Ein Teil dieser Kinder wird dem globalen ‚Organspender‘-Netzwerk zur Verfügung gestellt – was bedeutet, dass sie einfach getötet werden. Viele der ‚Organspender‘ werden nicht sofort getötet, sondern misshandelt, bevor sie zu Ersatzteilen verarbeitet werden.
Der Missbrauch und der Mord an Kindern auf Völkermordniveau ist nicht das einzige sadistische Merkmal unserer Zivilisation. Unser Zeitgeist wird eindeutig zunehmend sadistisch, einschließlich Unterhaltung. Wenn man genau hinsieht, wird man feststellen, dass Film- und Fernsehproduktionen in den letzten zwei Jahrzehnten sadistische Themen in großem Maßstab aufgenommen haben. Heutzutage gibt es kaum noch eine Serie oder einen Film, der nicht unnötige Folter oder Demütigungsrituale oder grafische Darstellungen der Wertlosigkeit menschlicher Leben enthält. In vielen von ihnen sind die Demütigungsrituale das Hauptthema – wie im ‚Girl-Boss‘-Genre, wo der Girl-Boss meist ein spöttischer Sadist ist. Es scheint auch eine gezielte Anstrengung (von jemandem) in den sozialen Medien und auf YouTube zu geben, Kinder mit sadistischem und traumatischem Material zu überschwemmen, Beispiele sind die berüchtigten „süßen Katzen“-Videos und „Elsagate“.
Es ist schwer, nicht zu dem Schluss zu kommen, dass Sadismus und die Herabwertung des Wertes menschlichen Lebens systematisch durch Zurschaustellung und Normalisierung in die Kultur integriert werden sollen. Interessanterweise richten sich diese Bemühungen offenbar hauptsächlich an Kinder und junge Frauen.
Es gibt auch einen riesigen ‚Schutzmechanismus‘, der in unseren Gesellschaften aktiv ist, um all das unter dem Radar zu halten. Sadisten, einschließlich Pädophiler, werden an jeder Ecke geschützt. Ein aktuelles Beispiel dafür war die Reaktion der ‚Kritiker-Community‘ und der Medien auf den Film ‚Sound of Freedom‘, der 2023 veröffentlicht wurde. Der Film behandelt Kinderhandel und Pädophilie auf ziemlich verstörende Weise – und man hätte gedacht, dass er dafür gelobt würde, auf dieses ernste Thema aufmerksam zu machen. Die Antwort war stattdessen der Versuch, es mit allen möglichen Mitteln herunterzureden. Das „System“ scheint seine Pädophilen und Kindermörder sehr zu schützen.
Sadismus ist nichts Neues, aber er ist inzwischen zu einer bedeutenden kulturellen und sozialen Kraft geworden – offenbar gefördert und geschützt von unseren Eliten und der Managementklasse. Die Diskussion dieses Themas ist daher relevant – so unangenehm es auch sein mag. Also, was ist Sadismus, wer sind die Sadisten und was wollen sie?
Bevor wir weitergehen, ist es wichtig zu verstehen, dass es zwei grundlegende Arten von Sadismus gibt, die sich deutlich unterscheiden. Die beteiligten Personen sind unterschiedlich und haben unterschiedliche Motive für ihr sadistisches Verhalten. Eine Art kann als ‚psychopathischer Sadismus‘ bezeichnet werden, die andere als ’narzisstischer/soziopathischer Sadismus‘. Auch wenn er weniger relevant ist als der narzisstische Typ, beginnen wir mit psychopathischem Sadismus.

