Weitere Bausteine zum Verständnis der heutigen Situation

Warum der Westen Putin hasst… (gefunden über NNE)

Zitat aus einem Artikel der Le Monde diplomatique vom 12.03.1999

VIERZIG Jahre lang hat sich der Westen Sorgen wegen der großen Macht der Sowjetunion gemacht. Heute ist es der Zerfall Rußlands, der beunruhigt – zumindest dem Anschein nach, denn die Mitverantwortung der G7, des Internationalen Währungsfonds und all derer, die nach der „Reform“ gerufen hatten, ist enorm. Wenn die Krise nach dem Zusammenbruch des „Kommunismus“ und der Perestrojka sich nun zu einer Katastrophe für das Land auswächst, dann geschieht das wegen des Raubzuges, den die neuen Oligarchien ud Mafias in Konkurrenz mit dem internationalen Finanzkapital und unter der schweigenden Komplizenschaft der Jelzin-Regierung auf das Land verübt haben.

Weiter heißt es dort:

Seit 1991 haben Liberalisierungs- und Privatisierungsmaßnahmen sowie das Prinzip völlig ungehemmter Marktfreiheit zu einer fortschreitenden Kriminalisierung der Wirtschaft und zur Bereicherung einer verschwindend kleinen Minderheit von Raubrittern und Halsabschneidern geführt. Die Impresarios dieser Konterrevolution bezeichnen Rußland als „Schwellen“-Land, ohne daß sie freilich erwähnen würden, was Rußland mit dem Überschreiten dieser Schwelle zurückgelassen hat. Diese Jünger des Neoliberalismus bekamen tatkräftige Hilfe von der US-amerikanischen Botschaft in Moskau, die kostenlos mehrere tausend Exemplare des 1944 erschienenen Buches von Friedrich von Hayek, „Der Weg zur Knechtschaft“, in russischer Übersetzung verteilte. Sie rekrutierten sich hauptsächlich aus den Kreisen des neuen Kapitals (Sergej Kirijenko und Anatoli Tschubais) und der alten sowjetischen Nomenklatura (Wiktor Tschernomyrdin). Nachdem man sie „Reformpolitiker“ getauft hatte, durften sie den Segen der Führungskreise der Vereinigten Staaten, der Weltbank und des IWF genießen – jener Kräfte also, die den „Konsens von Washington“ verkörpern.

Als Putin an die Macht kam, machte er genau das rückgängig. Seitdem hassen „sie“ ihn abgrundtief.

Warum der Westen Zelensky liebt

Zitat aus einer Übersetzung auf IFFE

Der vom Westen unterstützte ukrainische Staatschef Wolodymyr Zelensky eröffnete die New Yorker Börse, indem er der Wall Street mitteilte, sein Land sei „offen“ für ausländische Unternehmen, die es mit 400 Milliarden Dollar an Staatsanleihen ausbeuten könnten. Der US-Amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Michael Hudson vergleicht die von der ukrainischen Regierung verhängten neuen arbeitsfeindlichen Notstandsgesetze mit der brutalen neoliberalen Politik, die von der rechtsextremen Pinochet-Diktatur in Chile nach einem von der CIA unterstützten Putsch im Jahr 1973 eingeführt wurde. „Natürlich wurde er an der Börse begrüßt, weil er die Rechte der Arbeiter abschaffte“, fügte Hudson hinzu. „Es gibt kein deutlicheres Beispiel für einen Klassenkrieg. „Die Ukraine ist das ärmste Land in Europa – aber Zelensky sagte, sie sei nicht arm genug. Er sagte: „Wenn Sie glauben, das ist etwas, dann warten Sie, bis unser neues Gesetz in Kraft tritt. Dann werden Sie sehen, was es bedeutet, das ärmste Land in Europa zu sein.“ „Aber es wird auch das reichste Land in Europa für die 1% sein“, schloss Hudson.

Zelensky macht genau das, was Jelzin Anfang der 90’er mit Russland gemacht hat

NATO: Kriegsmaschinerie des Wertewestens

Um die aktuelle Situation der Kriegshysterie einordnen zu können, hilft es vielleicht, sich etwas in Erinnerung zu rufen: nämlich, warum die NATO gegründet wurde. Lord Hastings Lionel Ismay, erster Generalsekretär der NATO (praktisch Stoltenbergs Urahn, Bruder im Geiste), plauderte aus dem Nähkästchen. (Falls die staatlich finanzierten „Faktenchecker“ wieder zuschlagen, das Zitat stammt aus einem deklassifiziertem Dokument der NATO himself)
Zitat:
Am Ende seiner Amtszeit war Ismay jedoch zum größten Befürworter der Organisation geworden, von der er zu Beginn seiner politischen Karriere bekanntermaßen gesagt hatte, dass sie geschaffen wurde, um „die Sowjetunion draußen, die Amerikaner drinnen und die Deutschen unten zu halten“.