Weise Worte von Henry Patch

Henry „Harry“ Patch, * 17 Juni 1898 – ✝ 25 Juli 2009, letzter Überlebender Veteran des 1. Welkrieges.

Harry Patch. Fotografiert am See im Prior Park, mit der Palladio-Brücke im Hintergrund, im Jahr 2007. (Quelle en.wikipedia)
Harry Patch. Fotografiert am See im Prior Park, mit der Palladio-Brücke im Hintergrund, im Jahr 2007. (Quelle en.wikipedia)

„Ich hatte damals wie heute das Gefühl, dass die Politiker, die uns in den Krieg geführt haben, die Waffen selber in die Hand nehmen und man ihnen sagen sollte, sie sollen ihre Differenzen selbst regeln statt nichts Besseres als den legalisierten Massenmord zu organisieren.“

(gefunden bei Martin Amstrong)

Riconosciuto, Michael

[ARTIKEL STEHT UNTER BEARBEITUNG]

Fahndungsfoto von Michael Recognized
Fahndungsfoto von Michael Recognized

Michael Riconosciuto ist ein Elektronik- und Computerexperte. Anfang 1991 wurde er verhaftet, kurz nachdem er im Falle Inslaw Inc. eine eidesstattliche Erklärung zur Unterstützung seiner Klage gegen das US-Justizministerium vorgelegt hatte. Riconosciuto behauptete, Inslaws Fallmanagementprogramm PROMIS mit einer geheimen ‚Hintertür‘ neu programmiert zu haben, um die heimliche Verfolgung von Personen zu ermöglichen. Riconosciuto gab an, von einem Beamten des Justizministeriums mit Strafverfolgung bedroht worden zu sein. Er war einer der Informanten von Danny Casolaro.

Frühe Lebensjahre

Riconosciuto wurde 1947 oder 1948 als Sohn von Marshall und Twylla Riconosciuto geboren und wuchs in Tacoma, Washington, auf.[¹] Schon früh wurden seine technischen erfinderischen Talente erkannt. Als Teenager konstruierte er einen funktionierenden Argonlaser, eine Leistung, die ihm eine Einladung als Forschungsassistent an die Stanford University einbrachte. Seine Arbeit über Unterwasserakustik und sein Laser erregten die Aufmerksamkeit des US-Marineministeriums, das ihm mehrere Hochschulstipendien anbot, noch bevor er seinen Laser erfolgreich demonstriert hatte.[²]

Verwicklungen

Cabazon Reservat

Seinen Aussagen nach war R. an Waffenentwicklungen und -tests im Cabazon Reservat beteiligt. Freigegebene Dokumente belegen eine Geschäftspartnerschaft zwischen dem Cabazon-Stamm der Indianer-Mission und dem Sicherheitsunternehmen Wackenhut Services aus den 1980er Jahren, aus der Cabazon Arms hervorging.[³]

Inslaw

Riconosciuto gab an, im Auftrag des Justizministeriums eine Hintertür in PROMIS eingebaut zu haben.[⁴] Zitat wired.com:

„Die PROMIS-Kopie, an der ich gearbeitet habe, stammte vom US-Justizministerium. Earl W. Brian stellte sie mir über Wackenhut (ein Sicherheitsunternehmen mit engen Verbindungen zum FBI und zur CIA) zur Verfügung, nachdem er sie von Peter Videnieks erworben hatte, der damals als Vertragsbeamter des Justizministeriums für die PROMIS-Software zuständig war. Die Modifikationen an PROMIS nahm ich in Indio, Kalifornien; Silver Springs, Maryland; und Miami, Florida, vor.“

Bei seiner Untersuchung der Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Inslaw-Fall kritisierte der Sonderberater Nicholas J. Bua mehrere Zeugen von Inslaw besonders. Er fand heraus, dass Riconosciuto in Aussagen gegenüber den Hamiltons, seiner eidesstattlichen Erklärung und in Aussagen bei seinem Prozess von 1992 zur Herstellung von Methamphetamin inkonsistente Berichte abgegeben hatte. Bua verglich Riconosciutos Geschichte über PROMIS mit einem historischen Roman; eine Geschichte der totalen Fiktion, die vor dem Hintergrund genauer historischer Tatsachen verwoben ist.

Quellen und weiterführende Hinweise

[¹] en.wikipedia Michael Riconosciuto
[²] News Tribune, Mike Peluso Bellarmine Youth Digs Science vom 28. Februar 1965
[³] KESQ, 10. Oktober 2008: Cold Case Murder Squad Investigating Three Local Indian Tribes (Mordkommission ermittelt gegen drei einheimische Indianerstämme)
[⁴] Richard L. Fricker, wired.com, The INSLAW Octopus
[⁵]

↑ Der Name Michael Riconosciuto scheint in mehreren Kontexten eine Rolle zu spielen: Wackenhut, als Bin Ladin noch Tim Osman war, falls das mal gelöscht wird, Sicherung

Łobaczewski, Dr. Andrzej M.

Lebensweg

Andrzej M. Łobaczewski (Quelle: quantumfuture.net)

Andrew M. Łobaczewski [1] wurde 1921 geboren. Er wuchs in einem landwirtschaftlichen Anwesen in einer hügeligen Landschaft Polens auf. Während der Besetzung durch Nazi-Deutschland arbeitete er auf dem Hof als Imker. Danach kämpfte er in der polnischen Heimatarmee, einer Widerstandsorganisation, die im Untergrund arbeitete. Nach der sowjetischen Invasion Polens wurde das in Familienbesitz befindliche Anwesen konfisziert und die Familie aus dem Haus gejagt.

Neben der harten Arbeit, die er für sein Überleben verrichtete, studierte er an der Jagiellonen-Universität in Krakau Psychologie. Die unter kommunistischer Herrschaft entstandenen Umstände lenkten seine Aufmerksamkeit auf die Psychopathologie und hier im Besonderen auf die Rolle, die Psychopathen in einem solchen Regierungssystem spielen. Er war nicht der erste Forscher, der diesen Weg beschritt. Die Arbeit begann mit einem geheimen Einverständnis unter Wissenschaftern der älteren Generation, das kurze Zeit später von den kommunistischen Sicherheitsbehörden verhindert wurde. Die ursprüngliche Theorie und Forschung wurde von einer Forschungsgruppe von Psychologen und Psychiatern aus Polen, der Tschechoslowakei und dem vorkommunistischen Ungarn durchgeführt. Die Gruppe wurde von Łobaczewski zusammengebracht und umfasste Kazimierz Dąbrowski, Stefan Szuman und Stefan Błachowski sowie viele andere anonyme Mitwirkende. Łobaczewski wurde dann derjenige, der die Arbeiten fertigstellen und niederschreiben konnte.

Während seiner Tätigkeiten in einer Psychiatrischen Anstalt, einem Krankenhaus und bei einer Organisation für psychisch Kranke verbesserte er seine Fähigkeiten in klinischer Diagnose und als Psychotherapeut. Schließlich, als ihn die politischen Behörden bereits zu vieler Kenntnisse über die pathologische Natur des Systems verdächtigten, wurde er 1977 gezwungen, aus Polen zu emigrieren. In Amerika verfolge ihn der lange Arm des Kommunismus. Erst 1984 konnte er das vorliegende Buch fertigstellen. Damals schlug jeder Versuch, es zu veröffentlichen, fehl.

1990 kehrte er nach Polen zurück, wo er sich schwerkrank in die Obhut von Ärzten – seiner alten Freunde – begab. Er erholte sich, arbeitete weiter und veröffentlichte weitere Werke im Bereich der Psychotherapie und Gesellschaftspsychologie. Andrzej M. Łobaczewski verstarb im November 2007 in Polen.

Veröffentlichungen

1. Politische Ponerologie

Quellen

[¹] Łobaczewski auf en.wikipedia

Hinweise

Stichwörter

Politik
Psychopathie
Pathokratie

RIP: Bärbel Bohley ist gestorben

Bärbel Bohley (Bild: Nikola Kuzmanic)
Bärbel Bohley (Bild: Nikola Kuzmanic)

Die einstige Bürgerrechtlerin der DDR und Mitbegründerein des Neuen Forums, die sich nicht durch einen hohen Posten hat kaufen lassen, ist am Samstag im Alter von 65 Jahren einem Krebsleiden erlegen. Nach der Wende ist sie aus dem allgemeinen Bewustsein der Leute entschwunden. Sie war nicht eine, die sich in den Mittelpunkt gedrängt und sich am Geschachere um Pöstchen und Pfründe beteiligt hat. Nach der Wende haben sich viele ehemalige „Blockflöten“ schnell zu integrieren gewusst, haben sich auf die Brust geheftet, sie hätten schon immer gegen den Unrechtsstaat gekämpft und seien sowieso die jenigen gewesen, ohne die die „Friedliche Revolution“ nicht zustande gekommen wäre. Das alles hatte sie nicht nötig. Die „unvermeidliche“ Einverleibung der DDR in die BRD machte den Grundgedanken der damaligen Bewegung kaputt und das hat sie so nicht gewollt. Um zu verdeutlichen, wieviel Angst die „Elite“ vor dieser Bewegung hatte, ein kleines Zitat von der Heimseite Bohleys:

Der BND meldete am 25. April 1990 ans Kanzleramt, ans Auswärtige Amt und ans Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen: Die Bürgerbewegungen streben eine Nivellierung der Gesellschaft an. Sie verfolgen den »dritten Weg«, den demokratischen Sozialismus, wie ihn etwa Bahro vorgezeichnet hat. Sie stehen einem Neubeginn im Wege. Zentrale Frage wird sein: Kann die Arbeit der Bürgerkomitees unterbunden werden?

Äußerst interessant, nicht wahr?  Jetzt heulen alle im gleichen Ton, wie wertvoll sie doch für die ostdeutsche Bürgerbewegung war. Zumal der Text in fast jeder Online-Zeitung identisch ist. Wie widerlich…