Wellstone, Paul

Paul Wellstone
Paul Wellstone (Foto: Terry Gydesen)

Paul David Wellstone, (* 21. Juli 1944 in Washington, DC, USA – gestorben 25. Oktober 2002 in der Nähe von Eveleth, Minnesota), war ein US-Senator aus Minnesota (1991-2002), der oft als das liberalste Mitglied des Senats bezeichnet wurde. Er wurde als Mann geachtet, der seine Überzeugungen nicht aus politischen Gründen aufgab. Im Laufe der Jahre arbeitete Wellstone mit Senatoren zusammen, deren Ansichten viel konservativer waren als seine, aber er setzte sich konsequent für die Interessen der Armen, der Bauern und der Gewerkschaftsarbeiter gegen Großbanken, Agrarunternehmen und multinationale Konzerne ein.[¹]

Leben und Wirken

Paul Wellstone wurde in Washington D. C. als Kind von Leon Wellstone (ursprünglich Wexelstein) und Misha „Minnie“ Danashevsky geboren. Beide waren ukrainisch-jüdische Immigranten. Mit 15 Jahren entdeckte er das Ringen für sich. Er absolvierte die Yorktown High School. Danach begann er ein Studium der Politikwissenschaften an der University of North Carolina at Chapel Hill, wo er aufgrund seiner Erfolge im Ringen ein Stipendium erhielt. 1965 erreichte er seinen Abschluss als Bachelor. Vier Jahre promovierte er in Politikwissenschaften. Danach nahm er eine Stelle als Professor der Politikwissenschaften am Carleton College in Northfield, Minnesota an. Dort hatte er einen guten Draht zu seinen Studenten, da er selber kaum älter war als sie und wesentlich progressivere Ansichten hatte als seine Universitätskollegen.[²] Schon während dieser Zeit engagierte er sich für die Bauern und die Unterschicht in Minnesota. Er trat der Demokratischen Bauernpartei DFL bei.

Politik

Anfan der Achtziger trat er zur Wahl des „Minnesota State Auditor“ an, unterlag jedoch seinem Widersacher. 1990 kandidierte er als Kandidat der Democratic-Farmer-Labor Party für den US-Senat und errang mit nur wenig Geld einen überraschenden Sieg über den Amtsinhaber. Er plädierte unter anderem für eine Erhöhung des Mindestlohns, Verbraucherschutz, die Stärkung der Sozialversicherung, die Ausweitung von Medicare auf Arzneimittelleistungen und drängte auf eine Absicherung der psychischen Gesundheit durch Versicherungen. In den Jahren 1990-91 lehnte Wellstone den Golfkrieg ab, und er war einer von einer kleinen Minderheit von Senatoren, die 2002 gegen Präs. George W. Bushs Ermächtigung für Militäraktionen gegen den Irak stimmten.[³] 2002 kandidierte er für eine dritte Amtszeit als Senator für den US-Senat. Seine Wiederwahl galt trotz oder wegen seiner Ablehung des Irak-Krieges als sicher. Zusammen mit seiner Frau, seiner Tochter, drei Wahlkampfhelfern und zwei Piloten kam er elf Tage vor den Wahlen 2002 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.[⁴]

Tod

Quellen und weiterführende Hinweise

[¹] Paul Wellstone, Enzyclopaedia Britannica
[²] Wikipedia, Paul Wellstone – Leben
[³] Paul Wellstone, Enzyclopaedia Britannica
[⁴] Heise.de: Kleines Flugzeug, was nun?, 31. Oktober 2002
[⁵]

↑ Alternet.org: Was Paul Wellstone Murdered?, 28.Oktober 2002

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