CoIntelPro

COunter INTELligence PROgram (der Wertewesten liebt solche Abkürzungen) ist ein Akronym für eine Reihe von FBI-Geheimdienstprogrammen zur Neutralisierung politischer Dissidenten. Obwohl in der gesamten FBI-Geschichte verdeckte Operationen durchgeführt wurden, richteten sich die formellen COINTELPROs von 1956-1971 weitgehend gegen radikale politische Organisationen. In den frühen 1950er Jahren war die Kommunistische Partei in den Vereinigten Staaten illegal. Der Senat und das Repräsentantenhaus richteten jeweils Untersuchungsausschüsse ein, um Kommunisten zu verfolgen und öffentlich zu entlarven. (Der Ausschuss für unamerikanische Aktivitäten des Repräsentantenhauses und der Unterausschuss für innere Sicherheit des Senats unter der Leitung von Senator Joseph McCarthy).

Als eine Reihe von Urteilen des Obersten Gerichtshofs in den Jahren 1956 und 1957 diese Komitees in Frage stellte und die Verfassungsmäßigkeit der Anklagen des Smith Act und der Anhörungen des Kontrollausschusses für subversive Aktivitäten in Frage stellte, war die Antwort des FBI COINTELPRO, ein Programm zur „Neutralisierung“ derer, die nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden konnten. Im Laufe der Jahre wurden ähnliche Programme geschaffen, um Bürgerrechte, Antikriegs- und viele andere Gruppen zu neutralisieren, von denen viele als „kommunistische Frontorganisationen“ bezeichnet wurden.

Wie J. Edgar Hoover, langjähriger Direktor des FBI, es ausdrückte: „Die Kräfte, die am meisten darauf bedacht sind, unsere innere Sicherheit zu schwächen, sind nicht immer leicht zu identifizieren. Kommunisten sind im Betrug geschult und arbeiten heimlich auf den Tag hin, an dem sie hoffen, unsere amerikanische Lebensweise durch eine kommunistische Diktatur zu ersetzen. Sie nutzen geschickt getarnte Bewegungen wie Friedensgruppen und Bürgerrechtsgruppen, um ihre finsteren Ziele zu erreichen. Obwohl sie als Individuen schwer zu identifizieren sind, ist die Linie der kommunistischen Partei klar. Seine erste Sorge gilt der Weiterentwicklung Sowjetrußlands und der gottlosen kommunistischen Sache. Es ist wichtig, die Feinde des American Way of Life kennen zu lernen.“[¹]

Das FBI führte mehr als 2000 COINTELPRO-Operationen durch, bevor die Programme im April 1971 nach öffentlicher Enthüllung offiziell eingestellt wurden, um „zusätzliche Sicherheit für [ihre] sensiblen Techniken und Operationen zu gewährleisten“. Wie wir aber sehen können, ist dieses Programm keineswegs beendet worden (siehe z.B. den Begriff Verschwörungstheorie[doesn’t exist]). Allenfalls umbenannt.

Quellen und weiterführende Hinweise

[¹] Biblioteca Pleyades: CoIntelPro
[²]
[³]
[⁴]
[⁵]

↑ Biblioteca Pleyades: Zeitleiste geheimer Regierungsprojekte in den USA , engl. (Archive.org)
↑ WRH:COINTELPRO: The Sabotage Of Legitimate Dissent

Pándy, András

Agnes und András Pándy (Quelle 7sur7.be)
Agnes und András Pándy (Quelle 7sur7.be)

András Pándy, evangelischen Pfarrer, wurde am 01.Juni 1927 in Ungarn geboren. 1956 wanderte er nach dem Ungarn-Aufstand mit seiner ersten Frau Ilona Sőrés nach Belgien aus. Die beiden trennten sich, nachdem seine Frau drei Inder zur Welt gebracht hatte. Pándys zweite Frau, Edith Fintor, brachte die Töchter Tunde, Timea und Andrea mit in die Ehe. Das Paar bekam zwei weitere Kinder. Sie gebahr ihm noch zwei weitere Kinder. Er war ein verurteilter belgischer Mörder und Kinderschänder. Es gibt diverse Parallelen zur Dutroux-Affäre, wie zum Beispiel Vertuschung durch verantwortliche Stellen. Er verstarb am 23. Dezember 2013 86-jährig im Gefängnis im belgischen Brügge.[¹]

Die Morde

Nachgewiesen wurden ihm 6 Morde, wegen derer er im März 2002 verurteilt wurde: an seinen beiden Ehefrauen, an zwei Söhnen und an zwei seiner Stieftöchter. In seinem Haus fanden fanden sich Zähne und Knochen von weiteren 13 Personen, die nicht der Familie zugeordnet werden konnten. Man ging davon aus, dass es sich eventuell um ungarische Witwen handelte, die Pandý über Kontaktanzeigen kennen lernte und sie nach Belgien kommen ließ.

Ermittlungen

Zwischen 1986 und 1990 verschwanden 6 Familienmitglieder. Es lagen schon früh Anzeichen für ein Verbrechen vor. Um den Verdacht von sich zu lenken, schrieb er 1988 einen Brief an die Verwandten seiner zweiten Ehefrau Edith. Sie sei unheilbar an Krebs erkrankt. Daraufhin bat die Schwester von Edith den holländischen Pfarrer Andries Den Broeder, nach Belgien zu fahren und Pandý zu fragen, wo die Schwester abgeblieben sei. Er bekam keine befriedigende Antwort und wandte sich deswegen 1988 an den damaligen belgischen Justizminister Melchior Wathelet, der aber nicht aktiv wurde. 1989 wandte sich Den Broeder an die belgische Königin Fabiola, die ihm antwortete, dass alles in die Wege geleitet sei. Es passierte nichts. 1993 versuchte er es noch einmal beim Justizminister, vergeblich.[²]

1992 ging Ágnis, Pandýs Tochter aus erster Ehe zur Polizei und zeigte ihren Vater wegen sexuellen Missbrauchs der Stieftochter Timea an. Weiter beklagte sie das Verschwinden ihrer Mutter und ihrer Brüder Zoltan und Daniel. Er konnte sich aber erfolgreich aus der Affäre winden, indem er behauptete, sie hätten sich ins Ausland abgesetzt. Als Beweis präsentierte er selbst verfasste Briefe, die er aus dem Ausland an sich selbst geschickt hatte.

1996 ermittelte man erneut gegen Pandý, weil man sich im Zuge des Dutroux-Falls ungeklärte Vermisstenfälle vornahm. 1997 wurde Pandý verhaftet. Als man sein Haus durchsuchte, fand man im Keller menschliche Knochen. Es dauerte nicht lange, dann wurde auch Ágnes Pandý verhaftet.

Ágnes gesteht

Tochtert Ágnes gestand in der Haft, mit ihrem Vater zusammen und auf dessen Geheiß hin, ihre Mutter, die beiden vermissten Brüder und Pándys zweite Frau Edith sowie deren Tochter Andrea umgebracht zu haben. Danach seien sie in Stücke zerhackt und mit Säure aufgelöst worden. Das Gericht stellte diesen Vorgang mit einem Schweinekadaver nach und kam zu dem Entschluss, dass es so gewesen sein kann.

Die andere Tochter Timea bestätigte, dass auch auf sie ein Mordanschlag verübt wurde, der jedoch mißlang. Das Gericht ging davon aus dass die inzestiösen Beziehungen geheim gehalten werden sollten.

Verurteilung

Pandý wurde im März 2002 zu lebenslanger Haft wegen sechsfachen Mordes und des Mißbrachs von dreien seiner Töchter verurteilt. Seine Tochter Ágnes bekam 21 Jahre wegen Beihilfe zu fünffachem Mord.[³]

Quellen und weiterführende Hinweise

[¹] Pándy, András auf serienkillers.de
[²] Andrew Vachss: Andras Pandy, Der „Horrorhaus“ – Prozeß
[³] Welt: Lebenslange Haft für belgischen Serienmörder, vom 07.03.2002
[⁴]

↑ Bilderstrecke auf Murderpedia.org zum Fall Adrás Pandý
↑ Adrás Pandý auf Murderpedia.org

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  1. Polizeiliche Manipulationen
  2. Korruption

Riconosciuto, Michael

[ARTIKEL STEHT UNTER BEARBEITUNG]

Fahndungsfoto von Michael Recognized
Fahndungsfoto von Michael Recognized

Michael Riconosciuto ist ein Elektronik- und Computerexperte. Anfang 1991 wurde er verhaftet, kurz nachdem er im Falle Inslaw Inc. eine eidesstattliche Erklärung zur Unterstützung seiner Klage gegen das US-Justizministerium vorgelegt hatte. Riconosciuto behauptete, Inslaws Fallmanagementprogramm PROMIS mit einer geheimen ‚Hintertür‘ neu programmiert zu haben, um die heimliche Verfolgung von Personen zu ermöglichen. Riconosciuto gab an, von einem Beamten des Justizministeriums mit Strafverfolgung bedroht worden zu sein. Er war einer der Informanten von Danny Casolaro.

Frühe Lebensjahre

Riconosciuto wurde 1947 oder 1948 als Sohn von Marshall und Twylla Riconosciuto geboren und wuchs in Tacoma, Washington, auf.[¹] Schon früh wurden seine technischen erfinderischen Talente erkannt. Als Teenager konstruierte er einen funktionierenden Argonlaser, eine Leistung, die ihm eine Einladung als Forschungsassistent an die Stanford University einbrachte. Seine Arbeit über Unterwasserakustik und sein Laser erregten die Aufmerksamkeit des US-Marineministeriums, das ihm mehrere Hochschulstipendien anbot, noch bevor er seinen Laser erfolgreich demonstriert hatte.[²]

Verwicklungen

Cabazon Reservat

Seinen Aussagen nach war R. an Waffenentwicklungen und -tests im Cabazon Reservat beteiligt. Freigegebene Dokumente belegen eine Geschäftspartnerschaft zwischen dem Cabazon-Stamm der Indianer-Mission und dem Sicherheitsunternehmen Wackenhut Services aus den 1980er Jahren, aus der Cabazon Arms hervorging.[³]

Inslaw

Riconosciuto gab an, im Auftrag des Justizministeriums eine Hintertür in PROMIS eingebaut zu haben.[⁴] Zitat wired.com:

„Die PROMIS-Kopie, an der ich gearbeitet habe, stammte vom US-Justizministerium. Earl W. Brian stellte sie mir über Wackenhut (ein Sicherheitsunternehmen mit engen Verbindungen zum FBI und zur CIA) zur Verfügung, nachdem er sie von Peter Videnieks erworben hatte, der damals als Vertragsbeamter des Justizministeriums für die PROMIS-Software zuständig war. Die Modifikationen an PROMIS nahm ich in Indio, Kalifornien; Silver Springs, Maryland; und Miami, Florida, vor.“

Bei seiner Untersuchung der Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Inslaw-Fall kritisierte der Sonderberater Nicholas J. Bua mehrere Zeugen von Inslaw besonders. Er fand heraus, dass Riconosciuto in Aussagen gegenüber den Hamiltons, seiner eidesstattlichen Erklärung und in Aussagen bei seinem Prozess von 1992 zur Herstellung von Methamphetamin inkonsistente Berichte abgegeben hatte. Bua verglich Riconosciutos Geschichte über PROMIS mit einem historischen Roman; eine Geschichte der totalen Fiktion, die vor dem Hintergrund genauer historischer Tatsachen verwoben ist.

Quellen und weiterführende Hinweise

[¹] en.wikipedia Michael Riconosciuto
[²] News Tribune, Mike Peluso Bellarmine Youth Digs Science vom 28. Februar 1965
[³] KESQ, 10. Oktober 2008: Cold Case Murder Squad Investigating Three Local Indian Tribes (Mordkommission ermittelt gegen drei einheimische Indianerstämme)
[⁴] Richard L. Fricker, wired.com, The INSLAW Octopus
[⁵]

↑ Der Name Michael Riconosciuto scheint in mehreren Kontexten eine Rolle zu spielen: Wackenhut, als Bin Ladin noch Tim Osman war, falls das mal gelöscht wird, Sicherung

Palme, Olof

Olof Palme (Quelle: Wikipedia Olof Palme)
Olof Palme (Quelle: Wikipedia Olof Palme)

Sven Olof Joachim Palme (* 30. Januar 1927 in Stockholm; † 28. Februar 1986 in Stockholm) viel einem Attentat zum Opfer, als er am 28. Februar 1986 in Stockholm abends mit seiner Frau nach einem Kinobesuch ohne Polizeischutz nach Hause ging.

Er stand für die schwedische Neutralität (auch gegenüber der NATO)und setzte sich für den Weltfrieden ein.

Das Attentat

Am 28. Februar 1986 gegen Mitternacht ging er mit seiner Frau Lisbet Palme in der Stockholmer Hauptstraße Sveavägen von einem Kino nach Hause, als er aus nächster Nähe in den Rücken geschossen wurde. Ein zweiter Schuss streifte den Rücken seiner Frau. Er wurde bei seiner Ankunft im Sabbatsberg Hospital um 00:06 Uhr MEZ für tot erklärt. Seine Frau Lisbet überlebte ohne ernsthafte Verletzungen.[¹]

Ermittlungen

Es wurden durch die Polizei diverse „handwerkliche Fehler“ begangen, wie das bei politischen Morden immer der Fall ist. Es unterliefen ihr solche Pannen wie, den Tatort nur eng begrenzt abzusperren, so dass die Hülsen von Passanten gefunden werden konnten.

Es wurden im Laufe der Zeit verschiedene Tatverdächtige präsentiert. Zwei Jahre später wurde Christer Pettersson (gest. 2004), ein Kleinkrimineller und Drogenabhängiger, wegen Mordes an Palme verurteilt, aber seine Verurteilung wurde aufgehoben.[²] Der stirbt übrigens im Alter von 57 Jahren an einer Hirnblutung, die er sich bei einem Sturz zugezogen hatte.[³] Ein anderer Verdächtiger, Victor Gunnarsson, wanderte in die Vereinigten Staaten aus, wo er 1993 Opfer eines Mordes ohne Zusammenhang wurde.[⁴] Am 10. Juni 2020 erklärten schwedische Staatsanwälte öffentlich, sie wüssten, wer Palme getötet hatte, und nannten Stig Engström, auch bekannt als „Skandia Man“, als Attentäter.

Dokumentation

Mord in Stockholm – Wer erschoss Olof Palme?

NDR (1996)

Quellen und weiterführende Hinweise

[¹] Olof Palme auf en.wikipedia
[²] ebenda
[³] Schwedenstube, 25 Jahre Mord an Olof Palme: Teil III – Schwedens ewiges Trauma
[⁴] Arbeiterfotografie, Olof Palme

Mord in Stockholm, ARD.de

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  1. Polizeiliche Manipulationen
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  3. Geheimdienste

Casolaro, Danny

Danny Casolaro
Danny Casolaro (Quelle: en.wikipedia)

Joseph Daniel Casolaro (16. Juni 1947 – 10. August 1991) war ein investigativer Reporter, der den Flughafen Mena, die Arkansas Development Finance Authority, Iran-Contra, die mit Contras verbundene Wackenhut Corp., der mit Wackenhut verbundene Inslaw-Fall und die mit Inslaw verbundene „October Surprise“ und die BCCI untersuchte. Casolaro näherte sich dem Ende seines Projekts „The Octopus[draft]“ und sagte Freunden, er würde etwas wirklich Großes veröffentlichen. Er erzählte denselben Freunden, dass er Morddrohungen erhielt und wenn ihm etwas passieren würde, wäre es kein Unfall. Er wurde tot in der Badewanne eines Hotels in Martinsburg, West Virginia, gefunden. Es wurde offiziell als Selbstmord deklariert, obwohl er seine Handgelenke zwölfmal so tief durchgeschnitten hatte, dass er die Sehnen durchtrennte. Alle seine Forschungsmaterialien fehlten und wurden nie wiedergefunden.[¹]

Der Inslaw-Fall

Michael Riconosciuto (Elektronik- und Computerexperte) erzählte ihm, das die Software PROMIS mit einer Backdoor ausgerüstet wurde, um die Computersysteme derjenigen ausspionieren zu können, die die Software kauften. Zusätzlich zu dieser Behauptung behauptete Riconosciuto in einer eidesstattlichen Erklärung vom 21. März 1991, die er dem Gericht in der Rechtssache Inslaw vorgelegt hatte, er habe Inslaws Software auf Geheiß des Justizministeriums so geändert, dass sie an Dutzende ausländische Regierungen verkauft werden könne mit einer geheimen „Hintertür“, die es Außenstehenden ermöglichte, mit PROMIS auf deren Computersysteme zuzugreifen. Riconosciuto teilte Bill Hamilton mit, dass er und Earl Brian, ein Direktor von Hadron, Inc., einer Regierungsberatungsfirma, 1980 40 Millionen US-Dollar an iranische Beamte gezahlt hätten, um sie davon zu überzeugen, die amerikanischen Geiseln vor Abschluss der Präsidentschaftswahlen nicht freizulassen. Als Gegenleistung für seine Hilfe für die Reagan-Administration durfte Brian laut Riconoscuito angeblich von der illegalen Verbreitung des PROMIS-Systems profitieren.[²]
Im Sommer 1990 verabredete sich Casolaro mit Bill Hamilton und bekundete Interesse an der Verfolgung der Inslaw-Geschichte. Hamilton gab Casolaro ein 12-seitiges Memo, das Riconoscuito über seine Vorwürfe geschrieben hatte.

Peter Videnieks

Peter Videnieks war 1982 der ursprüngliche Vertragsbedienstete des US-Justizministeriums für den PROMIS-Vertrag von INSLAW. Am 12. Juni 1991 sprach Casolaro telefonisch mit Peter Videnieks im Büro von Videnieks und dann beim US-Zolldienst. Videnieks lehnte es jedoch ab, Casolaros Fragen zu INSLAW zu beantworten, und verwies Casolaro an Charles Ruff, den Anwalt von Washington DC, den das US-Justizministerium für die Vertretung von Videnieks bei der Untersuchung des INSLAW-Falls durch das House Judiciary Committee bezahlte.

Die letzten Tage

Am 5. August 1991 rief Casolaro Bill McCoy an, einen pensionierten CID-Beamten, um ihm mitzuteilen, dass das Time Magazine ihm einen Artikel über den Octopus zugewiesen hatte. Am nächsten Tag half Olga, seine langjähriger Haushälterin, Casolaro, eine schwarze Ledertasche einzupacken. Sie erinnert sich, wie er ein dickes Bündel Papiere in eine dunkelbraune oder schwarze Aktentasche gepackt hat. Casolaro sagte, er würde für einige Tage nach Martinsburg, West Virginia, reisen, um eine Quelle zu treffen, die versprach, ein wichtiges fehlendes Stück seiner Geschichte zu liefern. Dies war das letzte Mal, dass Olga ihn sah.[³]

Am 9. August, dem letzten Tag seines Lebens, sagte Danny Casolaro, er habe ein Treffen mit Peter Videnieks und einem anderen großen Player vereinbart, um diese Dokumente gegen weitere Dokumente zum Verkauf der modifizierten PROMIS-Software einzutauschen. Casolaro nahm zwei Pakete mit Dokumenten, die er einem Freund zur Aufbewahrung gegeben hatte. Der Austausch sollte bei einem Treffen stattfinden, das angeblich von einem verdeckten Geheimdienstmitarbeiter der Special Forces der US-Armee namens Joseph Cuellar arrangiert worden war. Cuellar freundete sich mit Casolaro in einer örtlichen Kneipe an und behauptete, mit Peter Videnieks befreundet zu sein und dass seine Ex-Frau mit Mrs. Videnieks im Büro von Sen. Byrds gearbeitet habe. Am nächsten Tag, nachdem Danny Casolaro zwei Pakete mit Dokumenten für das Treffen mit Videniecks und der Figur abgeholt hatte, wurde er tot in seinem Hotelzimmer im Sheraton aufgefunden. Einige Tage später erhielt eine Freundin von Casolaro, Lynn Knowles, die an zwei Treffen zwischen Casolaro und Cuellar teilnahm, einen Anruf von Cuellar, der sinngemäß sagte:
„Was Danny Casolaro untersucht hat, ist ein Geschäft. Wenn Sie nicht wie Danny oder wie der Journalist Anson Ng[doesn’t exist] enden wollen, der in Guatemala einen schrecklichen Tod gestorben ist, werden Sie sich da raushalten. Jeder, der zu viele fragt, wird tot enden.“

Weiteres

Im selben Jahr, in dem Casolaro starb, gab es mehrere andere verdächtige Todesfälle von Personen, die in direktem Zusammenhang mit dem Promis-Skandal standen oder an Casolaros Ermittlungen gegen „den Oktopus“ beteiligt waren – darunter Alan Standorf, eine von Casolaros Quellen, Robert Maxwell, Vater von Ghislaine Maxwell, Mossad-Agent und Verkäufer der verwanzten Promis-Software und John Tower – der ehemalige Senator von Texas, der Maxwell beim Verkauf der verwanzten Promis-Software an die Los Alamos Laboratories unterstützte.

Quellen und Nachweise

[¹] D.Casolaro auf conservapedia.com
[²] Washingtonpost vom 14.Juni 1992, Jeffrey A. Frank
[³] D.Casolaro auf en.wikipedia
[⁴] Investigativ-Serie von Whitney Webb Von „Spook Air“ zum „Lolita Express“: Entstehung und Entwicklung der Beziehung zwischen Jeffrey Epstein und Bill Clinton

Inslaw Inc. (Seite nicht mehr vorhanden), hier über archive.org
INSLAW, ANALYSE und Widerlegung des BUA-Reports
Artikelsammlung von Emma North-Best zum INSLAW- und Promis-Komplex auf muckrock.com, engl.
↑ Danny Casolaros Dateien und Notizen im Web-Archiv
↑ Jeremy Kuzmarov von covertactionmagazine.com zu Inslaw, D.Casolaro, Octopus usw.
↑ thesixtheye.org: Peter J. Osborne zum Gedenken an Danny Casolaro
↑ covertactionmagazine: Beweise aus dem Polizeibericht von Martinsburg, West Virginia, widersprechen den Behauptungen der beliebten Netflix-Serie

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